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July 01 2015

Ehe für Alle – meine Antwort auf den offene Brief von CDUlern

Einige CDU Mitglieder des Abgeordnetenhaus von Berlin, ein MdEP, ein JU-Vorsitzender und ein Bundestagabgeordneter haben einen offene Brief an die Mitglieder der CDU in Berlin geschrieben, in der sie ihr Nein zur Ehe für Alle erklären. Das Lesen hat mich sauer gemacht. Ich habe geantwortet:

Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herren,

ich habe Ihren offene Brief im Tagesspiegel gelesen und habe dazu einige Anmerkungen. Bitte beachten Sie, dass ich diese Mail auch auf meinem Blog unter http://herrurbach.de veröffentlicht habe und eventuelle Antworten auch dort veröffentlichen werde. Immerhin führen wir hier eine politische Diksussion.

Sie schreiben: „Nunmehr wird aber auch die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Parnter gefordert. Wozu?“ Die Antwort ist so dabei doch total einfach: Damit homosexuelle Menschen heiraten können.

Wenn Sie sagen, dass sie alle Lebensweisen respektieren, sich dabei aber gleichzeitig weigern Zweierbeziehungen zwischen homosexuellen Menschen die gleichen Rechte (und Pflichten) aufzuerlegen, respektieren Sie diese eben nicht. Es ist respektlos, dass Sie als Teile der Mehrheit sich erdreisten, einen Wunsch einer Minderheit abzulehnen, derren Erfüllung sie kein bisschen beeinträchtigt.

Ihre Argumentation, dass man ja eine eignetragene Lebenspartnerschaft herstellen könne und das ja nicht mal in den USA oder in Irland ginge, ist ein Strohmann. Weder Irland noch die USA brauchen diese Form der Institutionalisierung denn dort können homosexuelle Menschen einfach heiraten.

Sie schreiben von einem historisch gewachsenem Ideal der Ehe. In der 24. Sitzung des Grundsatzausschusses des parlamentarischen Rates am 23. November 1948 wurde erstmalig der Schutz der Ehe in der Verfassung diskutiert. Eine Änderung in lezter Minute verhinderte, dass kinderlose Ehen als Ehen „2. Klasse“ behandelt wurden (Sten.Prot S. 45,46 der 29. Sitzung 04.12.48). Natürlich dachte da noch niemand an homosexuelle Ehen, es war gar undenkbar. Genauso, wie es undenkbar war, dass Frauen ohne die Erlaubnis ihres Mannes arbeiten gehen oder ein Konto eröffnen. Ich schweife aber ab.

„[…]hat sich die Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau bewährt. Sie ist weiterhin gesellschaftliche Realität und das deutschlandweit das mit Abstand verbreiteste Modell familiären Zusammenlebens“. Ja natürlich ist sie das. Denn die Ehe ist steurlich begünstigt. Natürlich leben viele Männer und Frauen in einer Ehe – denn Homosexuelle dürfen das ja nicht. Ihre Argumentation hinkt gewaltig, denn die Zahlenschubserei die sie betrieben geht davon aus, dass Homosexuelle ja heiraten könnten, dies nicht tun und statt dessen Lebenspartnerschaften eingehen.

Ihr gesamter Brief strotz von der Erhabenheit des heterosexuellen Menschen gegenüber nicht Hetersoexueller. Am Ende kommen sie mit biologistischer Argumentation „wo von Natur aus ein Restbestand Ungleichbehandlung geboten ist, muss diese auch im Recht berücksichtigt werden“. Das Gute ist doch, dass es der Natur egal ist. Den einzigen, denen es nicht egal ist, sind Sie, denn Sie wollen weiterhin eine Minderheit kontrollieren, Vorschriften machen und weiter mit dem Daumen von oben drauf drücken. Ihnen ist es doch egal, denn sie sind doch gar nicht betroffen. Ihre Ehe ändert sich kein bisschen, wenn gleichgeschlechtlich geheiratet wird. Ihnen passiert nichts, wenn die Ehe für alle geöffnet wird. Außer, dass sie dann ein klein bisschen weniger besonders sind. Aber das ist doch nicht zu viel verlangt, um mehr Menschen glücklich zu machen, oder?

Anscheinend schon.

Mit freundliche Grüßen,
Stephan Urbach

Falls es Antworten gibt, werde ich sie hier dokumentieren.

June 27 2015

.NEUSTART mit Musik und Geräusch

atr_logoNur noch ein bisschen mehr als 3 Monate dauert es. bis .NEUSTART das Licht der Welt erblickt und sicher seid ihr schon genauso aufgeregt wie ich. Ich hatte ja bereits gesagt, dass da noch mehr kommen wird (nur war mir zu dem Augenblick noch gar nicht klar, was das alles sein wird) und heute lass ich die erste Katze aus dem Sack:

ATARI TEENAGE RIOT machen den Soundtrack!

Richig gelesen: .NEUSTART bekommt einen Soundtrack. Nach langen und zähen Verhandlungen (in Wirklichkeit waren wir uns total schnell einig aber „lange und zähe Verhandlungen“ klingt einfach besser) steht als Ergebnis, dass zusammen mit dem Buch also der passende Soundtrack erscheint.

Mehr zu gegebener Zeit. Jetzt warten wir also nicht nur gespannt darauf, dass das Buch die Druckerei verlässt sondern auch noch darauf, dass Geräusche passend zum Buch aus den Lautsprechern kommen. Auch am 01.10.2015 – gemacht von Atari Teenage Riot.

June 15 2015

Ein Buch erscheint auf Papier und das feiern wir!

neustart_schriftzug.NEUSTART ist abgegeben und was bleibt jetzt noch als das Warten und dann das Erscheinen gebührend zu feiern? Und das mache ich. Am 26.09.2015 – also ein paar Tage, bevor es dann im Buchladen liegt, treffen wir uns in der Omegabar in Berlin-Neukoelln. Und ich bringe Bücher mit. Und lese ein wenig aus den 256 Seiten. Und dann trinken wir. Und ihr müsst pünktlich sein. 19:00 Uhr. Ist halt so.

Und damit ich weiß, dass ihr kommt und was ihr haben wollte – einfach mal hier klicken und ausfüllen. Da könnt ihr auch sagen ,dass ihr ne tolle Tasse oder nen Shirt/Hoody haben wollt.

Ich freue mich auf euch! Und jetzt schnell anmelden!

May 21 2015

Das ist meine Geschichte…

neustart_shops… und sie ist im Satz. Endlich! Mein Roman .NEUSTART ist also wirklich ab dem 01.10. in den Buchläden und ab dem 02.10. als ebook erhältlich. Es war eine verdammt schwere Geburt und es gibt Menschen, ohne die ich das nicht geschafft hätte. Dazu an anderer Stelle zu anderer Zeit mehr.

Auf jedenFall muss ich hier jetzt schon mal einen Shoutout an meine beiden Lektorinnen machen, zwei deshalb, weil ich eine verschlissen habe: Katrin Krammer hat mich damals überzeugt, diese kleine Abenteuer anzugehen und Nadine Lipp hat es nun mit mir zusammen beendet. Ich danke euch beiden!

Wie geht es weiter? Als nächstes bekomme ich die Druckfahne, die ich abnehmen muss. Dann wird irgendwo eine Druckerei angeworfen, wo am Ende Palettenweise Exemplare raus fallen. Die ersten Lesungen sind in Planung und die Veröffentlichungsparty steht auch schon fest. Das wird ein relativ ruhiger Sommer für mich (ist ja auch nicht schlecht)  und ich freu mich umso mehr auf den September – denn da werde ich meine Exemplare in den Händen halten. Und im Oktober stürmt ihr dann die Buchläden, ja? Oder wir sehen uns auf der Buchmesse am Stand von Droemer-Knaur – denn da werde ich auch sein.

„Das hier ist meine Geschichte und es ist alles so passiert“ habe ich am Anfang in das Buch geschrieben. Und ich kann es immer noch nicht fassen.

Alles bleibt spannend!

Ihr könnt das Buch übrigens hier auf Amazon vorbestellen. Weitere Bestellmöglichkeiten findet ihr hier.

April 16 2015

Radiotime! Ö1 über den BKA Hacktivistenbericht

bka_hacktivismus_cover Cover der BKA Studie

Die großartige Sarah Kriesche hat unter andrem mit mir ein Interview zu der BKA Studie über Hacktivism geführt. Die Studie als PDF gibt es hier, das Cover seht ihr da links im Beitrag.  Den Radiobeitrag gibt es hier – ihr müsste dort den Pfeil im Bild klicken. Los geht es ab Minute 13:30. Erschreckend übrigens, wie gut das Cyber Crime Competence Center (C4) der Österreicher aufgestellt ist *hust hust*.

Nachtrag: Netzpolitik.org hat die wichtigsten Passagen aus dem Bericht kommentiert gehabt.

March 13 2015

Terry Pratchett.

death_discworld Death as illustrated by Paul Kidby in The Art of Discworld. (fair use)

“In einer fernen und nicht mehr neuen Dimension, in einer astralen Sphäre, die das Unmögliche zur Norm erhebt…”

- Terry Pratchett, Die Farben der Magie

Terry Pratchett ist gestern gestorben. Es war nicht unerwartet, immerhin war er schon lange an Alzheimer erkrankt. Es hatte mich schmerzhaft gerissen. Ich kannte Terry Pratchett nicht. Ich kenne nur seine Bücher. Ich kenne seine Charaktere, die er auf die Scheibenwelt gesetzt hat und die einem so sehr ans Herz wachsen.

Seit ich mehr als Kinderbücher lesen kann, habe ich seine Bücher verschlungen. Habe mich in sie verkrochen, wenn die Welt aussen rum wieder unerträglich war, wenn ich keinen Halt hatte und nicht wusste, wie ich den nächsten Tag aufstehen sollte.

Ich habe Tränen in den Augen, als ich durch Tweets von seinem Tod erfuhr. Ich habe losgeheult, als ich die Tweets seiner Tochter las. Es war kein schöner Tag gestern.

Gestern Abend saß ich in einer Kneipe und las einer Freundin aus einem seiner Bücher vor. Wir haben gelacht und gekichert und manchmal nur geschmunzelt. Es war ein schöner Abend bei einem Bier auf der Scheibenwelt.Ich möchte glaube ich immer wieder so einen Abend haben. Ein Bier trinken, jemanden aus einem Scheibenwelt-Buch vorlesen.

Terry Pratchett ist gestern gestorben. Jetzt tut jede gelesene Zeile weh, weil ich weiß, dass da keine mehr von ihm kommen. Aber ich will mich an den Zeilen freuen, die da sind. Die mir so viel gegeben haben. Und ich will diese Freude teilen.

In meinem Kalender steht für den 12.03.2016: “Jemanden Pratchett vorlesen.” Vielleicht schreibst du es ja auch in deinen Kalender. Und am 12.03.2016 sitzen an ganz vielen Orten Menschen und lesen einander vor. Von Tod, dem Patrizier, Rincewind, Oma Wetterwachs, der Stadtwache und all den anderen, die uns ein Lächeln aufs Gesicht zaubern können, egal wie schlimm die Welt aussen rum gerade ist.

March 08 2015

Der .NEUSTART verspätet sich

February 21 2015

Huch, schon wieder so spät!

November 07 2014

Lesezeichen. T-Shirts. Tasse

October 26 2014

Liebe Contentverwerter, ihr verkackt es halt.
Reposted byathalis athalis

October 12 2014

RFID, meine Hand und überhaupt

October 08 2014

VÖ-Datum .NEUSTART

September 04 2014

“Das Hacker-Syndrom” gewinnt Preis

August 29 2014

Auf Wiedersehen Berlin, es war schön.

August 24 2014

Kauf dir (d)eine Kurzgeschichte

August 23 2014

Die NSU-Morde hätten verhindert werden können, wenn der Landesverfassungsschutz das nicht verhindert hätte. Der Verfassungsschutz hat es ermöglicht, dass gesuchte und flüchtige Neonazis im Untergrund bleiben konnten. Er hat die Neonazi-Szene vor Ermittlungen der Polizei gewarnt. Er hat mit dieser Szene in einer Weise gearbeitet, die die Juristen Kollusion nennen: Er hat verdunkelt und verschleiert. Gäbe es ein Unternehmensstrafrecht für Behörden: Dieser Verfassungsschutz verdiente die Höchststrafe - seine Auflösung.
"Die schlimmste Entdeckung in der Geschichte der Republik" – Heribert Prantl (via anappleaday)
Reposted bytcmDUrban

August 22 2014

Tasse. Leiterplatten. Yay.

August 18 2014

9443 0cc8

August 16 2014

Termin August/September 2014

August 14 2014

8887 0293 500
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